Samstag, 29. Februar 2020

Conn 24J


Verarbeitung:           * * * *
Mechanik:                 * * * * *
Spielbarkeit (2x):     * * *
Gesamt:                     3,75 Sterne
Schallstück:               61 cm
Bohrung:                   19,558 mm
Ventile:                      4 Perinetventiele (Short-Action)
Größe:                       6/4
Preis:                         nicht mehr neu erhältlich 


 


Hallo!

Heute möchte ich zu meiner neusten Errungenschaft etwas schreiben, die Conn 24J mit Recording Bell.
Wie kam ich darauf so einen „Monster Bass“, wie sie gerne genannt wird, zu kaufen? Wie ich schon in meinem Vorstellungstext geschrieben habe, ist daran eigentlich ein Sousaphon schuld. Ich hatte die Vorstandschaft unseres Musikvereins einige Jahre bearbeitet ein Instrument, das besser „marschierbar“ ist, anzuschaffen. Dabei dachte ich eigentlich an ein Helikon. Für mich sprachen damals vor allem der vermeintlich „tubamäßigere“ Klang und ein 4. Ventil für das Helikon. Einer unserer Partnervereine, der Heimwehr Musikkorps in Schweden, besaß ein Helikon von Cerveny das ich bei einem Umzug testen durfte. Ich empfand es damals als sehr bequem. Unsere 1. Vorständin, gebürtige Amerikanerin, fand aber, dass ein Sousaphon geeigneter wäre. Vor allem wegen der Möglichkeit ein Netz mit Vereinslogo über den, nach vorne gerichteten, Trichter zu spannen. Sie wollte 2 gebrauchte Instrumente anschaffen. Ich konnte sie davon überzeugen zumindest ein teureres zu kaufen. So wurden 2 Conn Sousaphone erworben. Ein vergleichsweise günstiges 36K und ein fast doppelt so teures 22K. Tatsächlich begeisterte und begeistert mich das 22K durch gute Ansprache, sattem Sound und vor allem durch die Short Action Ventile.
Ich spiele seit vielen Jahren Tuben mit Pump-Ventilen und empfand den größten Nachteil gegenüber einer Dreh-Ventil-Tuba den langen Ventilweg, wodurch man einfach zwangsweise etwas langsamer ist.
Die Short Action Ventile sind so konstruiert, dass der Ventilweg in etwa dem einer Trompete entspricht. So etwas wollte ich für eine Tuba haben und begann zu recherchieren. Diese Art von Ventilen gab es für Tuben nur in den 2xJ-Serien, also z.B. 3-ventilig in der 20J und 4-ventilig in der 24J. Alle wurden schon seit Jahrzehnten nicht mehr hergestellt.
In Deutschland wurden nur 2 Instrumente angeboten. Eins davon bei „USA Vintage Saxophon“, bei denen der Verein schon die Sousaphone gekauft hatte, in Düsseldorf. Wie der Zufall es will hatte meine Frau für unsere Familie ein paar Tage Urlaub bei meiner Schwägerin in den Sommerferien geplant. Diese wohnte keine 50km von Düsseldorf entfernt. Ich nahm also kurzerhand Kontakt zu dem Laden auf und vereinbarte einen Termin zum Anspielen. Eine halbe Stunde testen genügte mir, um sicher zu sein, dass ich das Instrument mitnehme.
Damals war mir schon klar, dass die Recording Bell bei Dirigenten nicht gut ankommen würde. Tatsächlich fand es der Dirigent der Stadtkapelle aber dann gar nicht so schlimm, vielleicht auch weil er sich als studierter Tubist auch für ungewöhnliche Tuben begeistern ließ. Ich durfte die Tuba im nächsten Konzert einsetzen und fand, dass auf der Aufnahme selten der Bass so rund und in angenehmer Weise, nicht zu massiv, zu hören war. Die Conn machte dabei in der großen Halle eine klanglich deutlich bessere Figur als im kleineren Probenraum. Nachdem es jetzt zu einem Dirigentenwechsel kam, bat mich die neue Dirigentin auf eine Tuba mit normalem Trichter zurück zu greifen, da sie findet, der Ton würde sich nicht so gut ins Orchester mischen.
Daher bin ich jetzt auf der Suche nach einer original Upright-Bell um die Conn wieder einsetzen zu können. Ein schwieriges Unterfangen. In Deutschland überhaupt nicht erhältlich und in den USA so was wie der Rennwagen „Vector“, man weiß, dass es welche gibt, aber gesehen hat ihn noch keiner und wer tatsächlich einen hat verkauft ihn nicht. Wenn ich hier weiter komme werde ich diesen Artikel noch um das Ergebnis ergänzen. Zumindest konnte ich während der Suche gleich noch feststellen, dass meine 24er aus dem Jahr 1968 stammt.

Verarbeitung:
Das Instrument ist mittlerweile 51 Jahre alt, dafür steht sie erstaunlich gut da. Für Beulen und Kratzer kann sie nichts, aber sie ist dicht und der Lack auch noch passabel wo er nicht verkratzt wurde. Ich kann schlecht beurteilen, ob und wie viel schon nachgearbeitet wurde, daher ist die Beurteilung schwierig.

Mechanik:
Die 4 Short-Action-Ventile laufen einwandfrei, leicht und schnell. Allerdings ist wirklich das dünnste Perinet-Öl nötig. Damit aber wirklich top! Ich habe auch gelesen, dass das durchaus anders sein kann bei dieser Ventilart. Ist wohl ein bisschen Glückssache.

Spielbarkeit:
Die Ansprache ist gut, wenn auch nicht hervorragend. Die Maschine läuft wie schon erwähnt ausgezeichnet und ist mit den kurzen Ventilwegen wirklich schnell. Durch die Front Bell projiziert die Tuba den Klang sehr fokussiert nach vorne. Dadurch ist sie vor allem in kleineren Räumen einfach zu laut. In großen Hallen oder auch im Bierzelt ist die Conn super. Der Spaßfaktor ist in jedem Fall enorm! Ein Problem, das ich persönlich habe ist, dass das Mundrohr für mich zu niedrig ist. Ich sitze einfach zu bucklig dran. Als Lösung habe ich mir einen Spielständer zugelegt, mit dem ich die Tuba höher bekomme. Entweder ich bin zu groß oder die Amis einfach zu klein.

Sonstiges:
Natürlich bringt eine alte Tuba auch viele kleine und auch größere Probleme mit sich. Wer die Möglichkeit hat in den USA nach einer Tuba zu suchen, kann viel Geld damit sparen, dass er ein Instrument in sehr gutem Zustand kauft. Preislich heben diese sich nicht viel von den Tuben im normalen gebrauchten (nach 50 Jahren) Zustand ab, aber sie ersparen dem Käufer später einmal eine kostspielige Restaurierung, sofern die Optik irgendwann stört. Außerdem sollte am besten beim Kauf schon eine Upright Bell dabei sein. Später eine einzeln zu finden ist langwierig und kann teuer werden. Auch ein fehlender Koffer für den Trichter ist ärgerlich und nur aus den USA, für üppiges Geld, erhältlich. Alles in allem ist eigentlich nur zu raten, dass man schaut, ob auch alles was man will dabei ist. Später was nachzukaufen ist schwierig. Natürlich ist es aber bei uns nicht einfach auch zu bekommen was man will und man muss sich mit weniger begnügen.

Fazit:
Ich würde die Conn 24J wiederkaufen. Sie macht einfach Spaß. Sie war zu einem passablen Preis zu bekommen. Wie schon erwähnt, wäre die Tuba in den USA vermutlich günstiger und in besserem Zustand zu haben. Aber für mich war es auch so in Ordnung. Wenn ich einen geraden Trichter bekomme (ich konnte Kontakt zu jemandem aufnehmen, der einen in schlechtem Zustand besitzt), werde ich diesen vermutlich überholen lassen müssen. Vermutlich wird der Rest Schrittweise folgen.

Danke fürs lesen!

Donnerstag, 29. August 2019

Melton Spezial Modell 25

MELTON SPEZIAL Modell 25

Verarbeitung:           * * * * *
Mechanik:                 * * * *
Spielbarkeit (2x):     * * *
Gesamt:                     3,75 Sterne
Schallstück:               45 cm
Höhe:                         105 cm
Bohrung:                   19,5 mm
Ventile:                      4 Drehventile
Größe:                       4/4
Preis:                         8.848,00 € (stand 29.08.2019)



Hallo!

Jetzt möchte ich mich mal an der Beschreibung einer meiner Tuben versuchen. Beginnen möchte ich mit der Tuba, die ich mittlerweile am längsten habe, der Melton Spezial Modell 25.
Ich habe dem Text meine Beurteilung des Instruments vorangestellt. Ich vergebe zwischen 0 und 5 Sterne, wobei natürlich 5 am besten ist. Das ist natürlich nur meine Meinung zu dieser Tuba und ich freue mich, wenn es Anmerkungen oder andere Meinungen in den Kommentaren geben wird.
Ich kann mich noch gut erinnern, als ich die Tuba mit meiner Mutter und meinem Tubalehrer beim Musikhaus Wiedemann in Welden angesehen habe. Nach vorangegangenem Telefonat wussten wir, dass dieses Modell 25 als Ausstellungsstück verkäuflich war. Es war Sommeranfang und es müsste etwa das Jahr 1993 gewesen sein. Der Hauptverkaufsraum war relativ klein und es war etwas stickig. Gleich neben der Theke stand sie in Messing glänzend und damals kam mir der 45er Trichter riesig vor. Bis auf 2 tiefe Kratzer von einem Marschgurt am unteren Aufnahmering war das Instrument makellos. Die Maschine lief lautlos und butterweich. Mein Lehrer testete das Instrument auf Stimmung und Ansprache und war sehr beeindruckt von der guten Qualität. Nach einigem rumprobieren gab es ein Mundstück von Josef Klier (Größe 1A), Marschausrüstung und einen Koffer von Jakob Winter dazu. An den Preis erinnere ich mich nur noch vage. Ich meine ursprünglich wollte er 8.500,00 DM dafür haben, aber meine Mutter ist ein unerbittlicher Verhandlungspartner. Ich erinnere mich nur noch an den Kommentar „Halsabschneider“ vom Ladeninhaber, als sie sich geeinigt hatten.
Seitdem hatte ich diese Tuba überall im Einsatz: Symphonieorchester, Blasorchester, Ensembles, Bühnenmusik. Sie eignet sich für alles und ist stets zuverlässig. Ein perfekter Allrounder mit guter Qualität.

Verarbeitung:     
Die Tuba ist tadellos und hochwertig verarbeitet gewesen. Auch der Lack ist hervorragend und auch nach 26 Jahren hartem Einsatz zu ca. 95% vorhanden. Das Instrument ist robust gebaut und übersteht auch häufige Transporte ohne Koffer gut. Eigentlich einfach so, wie man es von Melton erwartet.

Mechanik:           
Die Maschine lief von Beginn an sauber und geräuschlos. Letzteres hat sich nach 26 Jahren leider deutlich geändert. Scherzhaft habe ich quasi mein eigenes Schlagwerk mit dabei beim Griffwechsel. Dicht ist sie nach wie vor aber klappert unglaublich. Vermutlich sind die Ventile über die Jahre eingelaufen. Hat den Vorteil, dass die Maschine auch nach langer Standzeit ohne Öl problemlos läuft.

Spielbarkeit:       
Die Tuba war damals Spitzenklasse zu einer Zeit vor Fafner und Co. Dass sie bis vor Kurzem (ich habe sie Anfang 2019 noch in Online-Shops gesehen) erhältlich war zeigt, dass das Modell 25 sehr erfolgreich war. Sie ist nicht die Tuba mit der leichtesten Ansprache, oder der leichtläufigsten Maschine, die ich bisher hatte. Auch ist es nicht die Tuba mit dem größten Fun-Faktor, besten „Bums“ oder Klang. Aber sie war in all diesen Bereichen stets gut dabei. Das Instrument stimmt insgesamt und auch in sich sehr gut.

Sonstiges:             
Tatsächlich ist das größte Manko, das mir im Zusammenhang mit dem Bass einfällt, etwas wofür die Tuba nichts kann: Der Koffer. Der Hartschalenkoffer von Winter war leider mit dem Gewicht des Instruments heillos überfordert. Er ist zwar robust, sieht auch ordentlich aus und schützt das Instrument auf Reisen, aber irgendwann ist man es leid den Griff zum x-ten Male zu reparieren, oder zu tauschen. Oder Rollen, die einbrechen und dann blockieren. Es kommt der Punkt, an dem man es nicht mehr repariert, sondern das Instrument so ins Auto schmeißt und den Koffer nur noch bei Busreisen mitnimmt.

Fazit:                    
Meiner Meinung nach auch heute noch ein guter Allrounder. Gute Spielbarkeit gepaart mit guter Qualität. Schade, dass das Modell 25 nicht mehr hergestellt wird. Ein zuverlässiger Begleiter in jeder musikalischen Situation. Irgendwann lasse ich meine 25er wiederherrichten, ich denke das hat sie sich verdient und es rentiert sich auf jeden Fall. Überraschender Weise ist sie, trotz der hohen Verkaufszahlen, gebraucht nicht so leicht erhältlich wie ich dachte. Eine oberflächliche Suche ergab kein Ergebnis heute.

Vielen Dank, falls bis hierhin gelesen wurde. Ich hoffe meine Beurteilung war hilfreich und nicht zu langweilig.

Mittwoch, 28. August 2019

Über mich

Hallo!


Wie beginnt man einen Blog? Ich denke man stellt sich und den Blog vor.

Zuerst das wichtigere, der Blog. Was habe ich vor hier zu bloggen? Ich möchte hier einen Blog für Musiker und Freunde des tiefen Blechs schreiben. Da ich selbst Tubist bin wird der Schwerpunkt in diesem Bereich liegen, aber ich will versuchen auch anderes tiefes Blech einzubinden. In den nächsten Texten möchte ich Instrumente vorstellen, die ich selbst besitze, beziehungsweise bereits gespielt habe. Weiter möchte ich versuchen über Neuheiten, sofern sie mir begegnen, zu schreiben und auch sonst alles was mit tiefem Blech zu tun hat und mir interessant erscheint zu teilen.

Nun zu mir und meiner Tuba-Historie. Ich würde mich als ambitionierten Hobbymusiker bezeichnen. Ich war schon als Kind fasziniert von den großen tiefen Tuben und meine Eltern ermöglichten es mir, sobald ich alt genug war, Tuba zu lernen. 
Dafür hatte ich von der ortsansässigen Musikschule eine Melton, die der heutigen Modell 18-L Handy entspricht (ich musste bei meiner Recherche gerade feststellen, dass es das Modell nicht mehr gibt, sehr schade). Ein tolles Instrument nicht nur zum Anfangen, das auch heute, mehr als 30 Jahre später, von der Musikschule an ihre Schüler verliehen wird. Als ich dann größer wurde gab man mir eine Miraphone. Ich bin nicht sicher ob es ein solches Modell von Miraphone noch gibt. Entweder war es vergleichbar mit einer heutigen 84A, welche mir aber fast zu schmal erscheint, oder eine Zwischengröße zwischen der heutigen 84A und der 86A. Damals ganz modern mit Kunststoffgelenken. Diese Tuba hat mich schon als Schüler nicht richtig überzeugt. Den relativ weiten Korpus mit dem verhältnismäßig kleinen Schallstück fand ich nicht stimmig. 
Ich besuchte während meiner Schulzeit ein musisches Gymnasium. Zu dieser Zeit hatte ich an 5 Tagen 6 Proben. Ich habe heute keine Ahnung mehr wie das gegangen ist. Quintett an der Schule und der Musikschule, Jugendblasorchester, Stadtkapelle, Blasorchester der Schule und Symphonieorchester der Schule. Unterricht kam natürlich auch noch dazu...
Meine erste eigene Tuba war eine 3-ventilige Amati in "englischer" Bauart. Leicht, kompakt und qualitativ eine Katastrophe. Der Dirigent des Jugendblasorchesters fand die Tuba so schlimm, dass er mir das Leihinstrument kostenfrei zur Verfügung stellte. Mehr möchte ich darüber gar nicht schreiben... ;)
Die erste gute und auch teure Tuba, die ich mit etwa 16 Jahren mein Eigen nennen durfte und die ich immer noch besitze ist eine Melton Spezial Modell 25 (auch diese Tuba wurde dieses Jahr aus dem Programm genommen). Die Amati wurde dafür in Zahlung gegeben. Über dieses Instrument werde ich einmal in Zukunft noch genauer schreiben. 
Während der Schulzeit und dem Studium (nicht Musik) machte ich immer wieder kleine musikalische Nebenjobs, von Aufritten mit einer Volkstanz-Kombo bis hin zur Bühnenmusik am Münchner Gärtnerplatztheater (Bettelstudent).
In dieser Zeit gesellte sich zu meiner Tuba-Sammlung noch ein uralter 3-ventiliger Kaiserbass aus den - vermutlich - 20er Jahren. Das Instrument kam damals über Freunde meiner Eltern zu mir. Aus einem Nachlass. Die Freunde hatten ein leeres Fabrikgebäude geerbt, in dem sich Instrumente einer ehemaligen Werkskapelle fanden. Auch dieses Instrument ist noch in meinem Besitz.
Nach dem Studium wurde es musikalisch deutlich ruhiger. Ich spielte (und spiele) immer noch in der Stadtkapelle. Ab und zu auch in Ensembles die sich nach Bedarf bilden. Einige Zeit lang auch in einem Septett, das ein Bekannter ins Leben gerufen hatte.
Nach dem Studium kamen aber noch mehr Tuben, einige gingen auch wieder...
Nach einer Tuba-Ausstellung bei Musik Reisser in Ulm war ich eigentlich drauf und dran mir eine Willson 3100 FA-5 zu kaufen, aber als ich wieder im Musikgeschäft war, um dieses Instrument zu bestellen, habe ich eine - damals neu erschienene - Miraphone 91A 11000 getestet. Was soll ich sagen, war im Weihnachtsangebot... Besitze ich aber nicht mehr. Warum erzähle ich, wenn ich über die Tuba schreibe.
Einige Jahre später kaufte ich dann doch noch eine Willson, aber eine kompensierte 3100 TA-4. Für mich bisher die Tuba, mit der ich alles spiele, kleine und große Besetzung. Auch wenn manche Kollegen sagen, ich schieße damit im Quintett mit Kanonen auf Spatzen. 
Mehr als Gag kam dann als nächstes eine Coolwind B-Tuba in blauem Plastik dazu, gefolgt von einer Besson BE982 Sovereign Es-Tuba, die ich für einen verhältnismäßig günstigen Preis gebraucht gekauft habe.
Ich habe mittlerweile das Gefühl der Text zieht sich ziemlich und mir wird jetzt erst bewusst, wie viele Tuben ich schon mein Eigen nannte. Trotzdem bin ich noch nicht ganz fertig. Letztes Jahr kaufte der Musikverein ein gebrauchtes Sousaphon Conn 22K. Fieberglas mit Short-Action Maschine und einem 66cm Schallbecher. Bis dahin dachte ich immer ich wäre mehr der Helikon-Typ und auf keinen Fall Fieberglas! Aber das Ding ist eine Wucht! Stimmt gut, klingt satt und die Maschine ist ein Traum. Diese Ventile in einer Tuba müssten super sein... Also begann ich zu suchen und stellte fest, dass Conn schon lange keine Tuben mehr mit Short-Action Ventilen baut. Die Suche nach einer gebrauchten war in Deutschland schwierig und ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht gerade üppig mit Geld ausgestattet. Doch lange Rede kurzer Sinn es hat sich ergeben, dass ich einigermaßen günstig an eine Conn 24J Recording gekommen bin. Soweit ein wahnsinns Instrument, das sich aber erst im Orchestereinsatz nach der Sommerpause beweisen muss. Das wird dann ein separater Text.
Zum Schluss ist mir noch aufgefallen, dass mir eine Tuba durch die Lappen gegangen ist bei meiner Aufzählung: Eine B&S Perantucci PT-20P C-Tuba, die ich bei Bob Tucci direkt gekauft hatte, aber der Umstieg von B- auf C-Tuba war mir letztendlich zu müßig. Da sie nur rum stand verkaufte ich sie damals, um die Miraphone zu finanzieren.
Neben den Tuben gibt es noch ein kompensiertes 4-ventiliges Boosey & Co Imperial Euphonium, aber jetzt reicht es wirklich...

Conn 24J

C. G. Conn 24J Verarbeitung:            * * * * Mechanik:                  * * * * * Spielbarkeit (2x):      * * * Gesamt:      ...