Mittwoch, 28. August 2019

Über mich

Hallo!


Wie beginnt man einen Blog? Ich denke man stellt sich und den Blog vor.

Zuerst das wichtigere, der Blog. Was habe ich vor hier zu bloggen? Ich möchte hier einen Blog für Musiker und Freunde des tiefen Blechs schreiben. Da ich selbst Tubist bin wird der Schwerpunkt in diesem Bereich liegen, aber ich will versuchen auch anderes tiefes Blech einzubinden. In den nächsten Texten möchte ich Instrumente vorstellen, die ich selbst besitze, beziehungsweise bereits gespielt habe. Weiter möchte ich versuchen über Neuheiten, sofern sie mir begegnen, zu schreiben und auch sonst alles was mit tiefem Blech zu tun hat und mir interessant erscheint zu teilen.

Nun zu mir und meiner Tuba-Historie. Ich würde mich als ambitionierten Hobbymusiker bezeichnen. Ich war schon als Kind fasziniert von den großen tiefen Tuben und meine Eltern ermöglichten es mir, sobald ich alt genug war, Tuba zu lernen. 
Dafür hatte ich von der ortsansässigen Musikschule eine Melton, die der heutigen Modell 18-L Handy entspricht (ich musste bei meiner Recherche gerade feststellen, dass es das Modell nicht mehr gibt, sehr schade). Ein tolles Instrument nicht nur zum Anfangen, das auch heute, mehr als 30 Jahre später, von der Musikschule an ihre Schüler verliehen wird. Als ich dann größer wurde gab man mir eine Miraphone. Ich bin nicht sicher ob es ein solches Modell von Miraphone noch gibt. Entweder war es vergleichbar mit einer heutigen 84A, welche mir aber fast zu schmal erscheint, oder eine Zwischengröße zwischen der heutigen 84A und der 86A. Damals ganz modern mit Kunststoffgelenken. Diese Tuba hat mich schon als Schüler nicht richtig überzeugt. Den relativ weiten Korpus mit dem verhältnismäßig kleinen Schallstück fand ich nicht stimmig. 
Ich besuchte während meiner Schulzeit ein musisches Gymnasium. Zu dieser Zeit hatte ich an 5 Tagen 6 Proben. Ich habe heute keine Ahnung mehr wie das gegangen ist. Quintett an der Schule und der Musikschule, Jugendblasorchester, Stadtkapelle, Blasorchester der Schule und Symphonieorchester der Schule. Unterricht kam natürlich auch noch dazu...
Meine erste eigene Tuba war eine 3-ventilige Amati in "englischer" Bauart. Leicht, kompakt und qualitativ eine Katastrophe. Der Dirigent des Jugendblasorchesters fand die Tuba so schlimm, dass er mir das Leihinstrument kostenfrei zur Verfügung stellte. Mehr möchte ich darüber gar nicht schreiben... ;)
Die erste gute und auch teure Tuba, die ich mit etwa 16 Jahren mein Eigen nennen durfte und die ich immer noch besitze ist eine Melton Spezial Modell 25 (auch diese Tuba wurde dieses Jahr aus dem Programm genommen). Die Amati wurde dafür in Zahlung gegeben. Über dieses Instrument werde ich einmal in Zukunft noch genauer schreiben. 
Während der Schulzeit und dem Studium (nicht Musik) machte ich immer wieder kleine musikalische Nebenjobs, von Aufritten mit einer Volkstanz-Kombo bis hin zur Bühnenmusik am Münchner Gärtnerplatztheater (Bettelstudent).
In dieser Zeit gesellte sich zu meiner Tuba-Sammlung noch ein uralter 3-ventiliger Kaiserbass aus den - vermutlich - 20er Jahren. Das Instrument kam damals über Freunde meiner Eltern zu mir. Aus einem Nachlass. Die Freunde hatten ein leeres Fabrikgebäude geerbt, in dem sich Instrumente einer ehemaligen Werkskapelle fanden. Auch dieses Instrument ist noch in meinem Besitz.
Nach dem Studium wurde es musikalisch deutlich ruhiger. Ich spielte (und spiele) immer noch in der Stadtkapelle. Ab und zu auch in Ensembles die sich nach Bedarf bilden. Einige Zeit lang auch in einem Septett, das ein Bekannter ins Leben gerufen hatte.
Nach dem Studium kamen aber noch mehr Tuben, einige gingen auch wieder...
Nach einer Tuba-Ausstellung bei Musik Reisser in Ulm war ich eigentlich drauf und dran mir eine Willson 3100 FA-5 zu kaufen, aber als ich wieder im Musikgeschäft war, um dieses Instrument zu bestellen, habe ich eine - damals neu erschienene - Miraphone 91A 11000 getestet. Was soll ich sagen, war im Weihnachtsangebot... Besitze ich aber nicht mehr. Warum erzähle ich, wenn ich über die Tuba schreibe.
Einige Jahre später kaufte ich dann doch noch eine Willson, aber eine kompensierte 3100 TA-4. Für mich bisher die Tuba, mit der ich alles spiele, kleine und große Besetzung. Auch wenn manche Kollegen sagen, ich schieße damit im Quintett mit Kanonen auf Spatzen. 
Mehr als Gag kam dann als nächstes eine Coolwind B-Tuba in blauem Plastik dazu, gefolgt von einer Besson BE982 Sovereign Es-Tuba, die ich für einen verhältnismäßig günstigen Preis gebraucht gekauft habe.
Ich habe mittlerweile das Gefühl der Text zieht sich ziemlich und mir wird jetzt erst bewusst, wie viele Tuben ich schon mein Eigen nannte. Trotzdem bin ich noch nicht ganz fertig. Letztes Jahr kaufte der Musikverein ein gebrauchtes Sousaphon Conn 22K. Fieberglas mit Short-Action Maschine und einem 66cm Schallbecher. Bis dahin dachte ich immer ich wäre mehr der Helikon-Typ und auf keinen Fall Fieberglas! Aber das Ding ist eine Wucht! Stimmt gut, klingt satt und die Maschine ist ein Traum. Diese Ventile in einer Tuba müssten super sein... Also begann ich zu suchen und stellte fest, dass Conn schon lange keine Tuben mehr mit Short-Action Ventilen baut. Die Suche nach einer gebrauchten war in Deutschland schwierig und ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht gerade üppig mit Geld ausgestattet. Doch lange Rede kurzer Sinn es hat sich ergeben, dass ich einigermaßen günstig an eine Conn 24J Recording gekommen bin. Soweit ein wahnsinns Instrument, das sich aber erst im Orchestereinsatz nach der Sommerpause beweisen muss. Das wird dann ein separater Text.
Zum Schluss ist mir noch aufgefallen, dass mir eine Tuba durch die Lappen gegangen ist bei meiner Aufzählung: Eine B&S Perantucci PT-20P C-Tuba, die ich bei Bob Tucci direkt gekauft hatte, aber der Umstieg von B- auf C-Tuba war mir letztendlich zu müßig. Da sie nur rum stand verkaufte ich sie damals, um die Miraphone zu finanzieren.
Neben den Tuben gibt es noch ein kompensiertes 4-ventiliges Boosey & Co Imperial Euphonium, aber jetzt reicht es wirklich...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Conn 24J

C. G. Conn 24J Verarbeitung:            * * * * Mechanik:                  * * * * * Spielbarkeit (2x):      * * * Gesamt:      ...